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Ausprobiert: Dyon Eagle digitaler SAT-Receiver (DVB-S) für HD-TV

Veröffentlicht am 12. Mai 2010 von te
Dyon Eagle Digitaler SAT-Receiver für HD-TV

Dyon Eagle Digitaler SAT-Receiver für HD-TV

Der digitaler HD-TV SAT-Empfänger Dyon Eagle (DVB-S/DVB-S2) für etwa 80 Euro mit Recorder- und Media Player Funktion ist ausgesprochen preisgünstig. Ich habe mir das Gerät gekauft und inzwischen ausführlich getestet.

Beim Mediamarkt in Straubing stehen eine Menge SAT-Empfänger und man kann zwischen 40 und 600 Euro dafür ausgeben. Ich war an einem Gerät interessiert, das nicht nur empfangen, sondern auch aufzeichnen und zudem auch Video- und Audio-Dateien wiedergeben kann. Kurzum – das Gerät sollte alles können und wenig kosten. Die zusätzlich gewünschte Media Player-Funktion begrenzte die Auswahl dann auch gleich erheblich. Die Beschreibung der Geräte im Mediamarkt hebt auf diese Funktion auch nicht besonders ab und auch auf den Verpackungen stand dazu wenig.

Der Kauf: Ein netter Verkäufer klärte mich dann aber auf: Bei meiner Preisvorstellung käme eigentlich nur der Dyon Eagle in Frage. Bei meiner Frage, ob das Gerät auch Divx- und MKV-Dateien wiedergeben könne, musste der Verkäufer aber passen. Auf der Verpackung stand nur etwas von MP3 und MPEG4. Der Verkäufer holte aber gleich einen USB-Stick mit diversen Video-Dateien und wir konnten das Gerät damit ausprobieren (ein Pluspunkt für guten Service im Mediamarkt, den ich gar nicht erwartet hätte). Die Wiedergabe der Dateien stellte kein Problem dar, die Navigation im Menü war einigermaßen übersichtlich und flüssig und auch die Umschaltzeiten im SAT-Modus waren in Ordnung. Also habe ich das Gerät erworben. Im Mediamarkt habe ich knapp 110 Euro bezahlt und dazu noch einen externe Festplatte mit 500 GB für knapp 80 Euro gekauft. Zur Zeit gibt es den Dyon Eagle aber beispielsweise bei Saturn schon für knapp 80 Euro (ich wollte aber nicht warten, ein Luxus, der mich 30 Euro gekostet hat.)

Dyon_Eagle_Back

Dyon Eagle Rückseite

Erste Versuche: Zu Hause war der Anschluss an die Satellitenschüssel und den Fernseher schnell geschehen und der erste Test konnte beginnen. Die voreingestellten Kanäle für Astra lieferten jedoch nicht alle Programme. Also war ein Sendersuchlauf fällig, der etwa 10 Minuten dauerte. Danach folgte die Fleißarbeit: Kanäle neu sortieren. Das ist bei Dyon Eagle etwas umständlich, da man nur einen Kanal markieren und in der Kanalliste verschieben kann. Die direkte Eingabe einer Kanalnummer ist nicht vorgesehen.

Media Player: Als nächstes befüllte ich die externe Festplatte mit einigen Video-Dateien. Der USB-Anschluss beim SAT-Receiver ist vorne. Das ist nicht besonders praktisch, weil das USB-Kabel dann vor dem Gerät hängt. Die Wiedergabe funktionierte zuerst nicht. Das lag daran, dass die Festplatte NTFS-formatiert war (in der Bedienungsanleitung steht dazu nichts). Ich formatierte die Platte also mit FAT32 und kopierte die Dateien erneut darauf. Diesmal klappte alles. Bei meinem Test ließen sich AVI- und MKV-Dateien (MPEG4, Xvid, Divx) problemlos wiedergeben.

FAT32 hat jedoch Nachteile. Aufgrund der Beschränkungen dieses Dateisystems liegt die maximale Dateigröße bei 4 GB. Wer beispielsweise größere MKV-Dateien abspielen möchte, muss die Video-Dateien aufteilen. ISO-Dateien, etwa von einer kopierten Video-DVD, sind ebenfalls nicht möglich, da diese in der Regel mehr als 4 GB haben. Das Gerät spielt aber VOB-Dateien aus DVD-Kopien ab – allerdings ohne Menü.

Aufnahme-Funktion: Die Aufnahme des laufenden Fernsehprogramms verlief ebenfalls befriedigend. Einfach auf “Record” drücken und schon zeichnet das Gerät auf die externe Platte auf. Da das Gerät nur einen Tuner besitzt, ist natürlich nur eine Aufnahme möglich. Die Aufnahmen liegen hinterher als TS-Dateien (MPEG2 Transportstream) jeweils in eigenen Ordnern mit Programmname, Datum und Uhrzeit. Die EPG-Daten werden zur Benennung leider nicht herangezogen.  Schließt man die Festplatte später an den PC an, lassen sich die Aufnahmen problemlos in platzsparendere Formate wie beispielsweise Divx umwandeln.

Nachtrag zur Aufnahme: Das Gerät gibt Aufnahmen so wieder, wie sie aufgenommen wurden. War das Ausgangsformat 16:9, ist auch die Wiedergabe 16:9. Die Aspekt-Ratio lässt sich bei der Wiedergabe nicht ändern. Diese Einstellung muss man am TV-Gerät vornehmen. Beim normalen Ansehen eine Fernsehsendung lässt sich dagegen die  Aspekt-Ration auch über den Sat-Empfänger einstellen (“4:3″, “16:9″, “Letterbox” usw.).

Menü und Bedienung: Das Menü des Dyon Eagle ist sehr aufgeräumt und bietet nur die nötigsten Funktionen.  Die Bedienung über die Fernbedienung verläuft ausreichend flüssig. Nicht alles erscheint aber völlig logisch und komfortabel. So gelang man auf der Fernbedienung über “List” schnell zu den gespeicherten Aufnahmen. Um zur USB-Platte zu gelangen muss man sich aber erst durch das Menü hangeln. Dann sieht man ein Vorschaubild beziehungsweise eine Videovorschau. Bis die Vorschau erscheint, dauert es einige Sekunden. Die Verzögerung fühlt sich etwas “hakelig” an, ist aber erträglich. Nach einem Druck auf die “Rot”-Taste der Fernbedienung beginnt die Wiedergabe im Vollbildmodus.

Die Fernbedienung ist recht klein und über die gummierten Tasten nicht besonders gut zu verwenden. Es gibt Knöpfe unterschiedlicher Größe, die nicht einfach zu drücken sind. Aber das ist wahrscheinlich Gewöhnungssache…

Wenn die Fernbedienung einmal nicht funktioniert, gibt es ein paar Tasten über die sich das Gerät steuern lässt: Kanal hoch und runter, Lautstärke, Aufnahme und der Ein/Aus-Schalter.

Die Bedienungsanleitung ist schmal und wenig hilfreich. Sie beschränkt sich im Wesentlichen  auf die Aufzählung der Menüpunkte. Erklärungen gibt es kaum. Die Screenshots in der Anleitung sind sehr schlecht zu erkennen.

Fazit: Das Dyon Eagle ist sehr preisgünstiges Gerät, das SAT-Recorder und Media Player in sich vereint. Wer auf LAN oder WLAN-Funktionen verzichten kann, kein CI-Modul benötigt und mit einem Tuner zufrieden ist, für den ist das Gerät die richtige Wahl. In Punkto Ausstattung und Bedienkomfort schneidet es gegenüber den wesentlich teureren Receivern natürlich schlechter ab.

Etwa rätselhaft bleibt für mich, warum so wenige SAT-Receiver eine Media Player Funktion bieten. Und wenn sie eine enthalten, wie der Dyon Eagle, es nicht klar und verständlich auf der Verpackung steht. Auch auf der Webseite des Herstellers Dyon finden sich dazu nur wenige hilfreiche Informationen.

Technische Daten (Auszug):

DVB-S Standard MPEG-2 / MPEG-4 H.264

TV-Aufnahmefunktion auf externe USB 2.0-Festplatten

Bis zu 5.000 Senderspeicherplätze

PAL & NTSC

Unterstützt bis zu DiSEqC1.2

Eingangsfrequenz 950 – 2150MHz

Signalstärke -65 ~ -25 dBM

Videoauflösung 1080i, 720P, 576P

Abspielen von Multimediadateien via USB 2.0

Unterstützte Dateiformate JPEG, MP3, MPEG4

Anschlüsse HDMI 1.2 Ausgang, LNB Eingang & Ausgang, USB-2.0 Anschluss (auf Frontseite), 2x Scart (TV,VCR), Digitaler Koaxial Audioausgang, CVBS

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1 Trackbacks & Pingbacks

  1. 12. Mai 2010 23:12

    newstube.de :

10 Kommentare

  1. frank

    Hm, das klingt eigentlich nach einem guten angebot. Ich hätte aber noch zwei fragen:
    wie ist bei diesem receiver die hd qualität von ard hd und co?
    und wie verhält sich der receiver bei aufnahmen?
    (splittet er lange aufnahmen >4GB? Sind diese in 1080p?)

    Vielen dank,

    Frank


  2. te

    Die HD-Qualität ist soweit okay. Jedenfalls gibt es keine Ruckler oder ähnliches. Allerdings hängt der Receiver momentan nicht an einem HD-tauglichen TV-Gerät, so dass ich die Qualität noch nicht abschließend beurteilen kann.
    Die Aufnahmen werden gesplittet (in 2 GB-Teile glaube ich). Aufgenommen wird so, wie es gesendet wird. Das Gerät zeichnet den kompletten Transport-Stream inklusive allen Sprachspuren und Videotext auf. Wenn also 1080p (oder was auch immer) gesendet wird, landet das genau so auf der Platte.


  3. Sigi

    Hi,

    kann man mit dem Dyon Eagle auch timergesteuert aufzeichnen, ohne die Aufnahmetaste? Auch 2 Sendungen, die hintereinander auf versch. Sendern kommen? Ist für mich wichtig.
    Vielen Dank!
    Sigi


  4. te

    Es gibt einen Timer, über den sich die automatische Aufnahme steuern lässt. Hier kann man Zeit und Sender wählen. Ich habe die Funktion aber noch nicht genau ausprobiert. Wie viele Sendungen man vormerken kann habe ich gerade nicht im Kopf. Ich teste das mal bei Gelegenheit in den nächsten Tagen und schreibe dann noch etwas dazu.


  5. stefanie

    Kann man mit dem Gerät auch zeitversetzt schauen (timeshift)?


  6. te

    @stefanie
    Nein, Timeshift geht nicht. Während der Aufnahme sind alle anderen Funktionen blockiert. “Pause” funktioniert nicht. Man kann auch nicht zur Aufnahme umschalten, um diese anzusehen.

    @Sigi
    Über die Timer-Funktion lässt sich ein Aufnahmeplan erstellen. Hier gibt man den Sender und die Start/Ende-Zeit an. Es ist also möglich, mehrere Aufnahmen nacheinander zu programmieren.
    Leider geh das nicht über das EPG. Das wäre deutlich praktischer.

    Das EPG bietet übrigens keine Übersicht über alle Sender auf einmal. Es zeigt nur immer nur die Programme für jeweils einen Sender. Man schaltet dann von Sender zu Sender und erhält jeweils eine Liste.


  7. markus

    Danke für deinen Ausführlichen Bericht!!
    Super!!!


  8. Proschko Richard

    Hi,
    besitze seit kurzem auch so einen Reciever,
    die HD Qualität ist ganz gut, aber ich hab da ein Problem mit der Timeraufzeichnung beim Datum dreht er immer Tag mit Monat als wie gerade der aktuelle Tag ist und zum Abschluß sagt er nicht korrekt ausgefüllt?
    Ein weiteres war, ich habe meine Senderliste schön geordnet und gespeichert ging einige Tage gut dann auf einmal wurde unterm Fernsehschauen das Bild für 2 Sekunden schwarz und die Senderliste war völlig anders auch nicht wie bei Kauf!

    gruß Richard


  9. Dale Goodier

    Ich kaufte einen dieser Empfänger als zweiter gesessener Empfänger, also können wir ein Programm uns ansehen und andere speichern. Benutzung einen USB-Schlüssel gut, HD Qualität war ausgezeichnet (4,6Gb/hr Aufnahmezeit).

    (Bitte mein Deutsch entschuldigen, ich bin Englander)


  10. te

    @Dale Goodier
    Das Gerät ist ja sehr preisgünstig. Man kann sich in der Tat zwei davon kaufen und nur eins davon für die Aufnahme nutzen.

    In english;-) The device is very cheap indeed. One can buy two of them and use only one for recording.


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